| Kategorie: Technik Seminare nach Vereinbarung | |||
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nach Vereinbarung |
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Zielgruppen:
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Zielsetzung
Werkstoffe werden heute nahezu ausschließlich auf Basis europäischer und teilweise auch internationaler Normen benannt. Die alten DIN-Bezeichnungen sind betrieblich jedoch noch weit verbreitet, obwohl diese zum Teil bereits vor mehr als drei Jahrzehnten zurückgezogen wurden, wie das bekannte Beispiel "St 37" zeigt.
Es ist jedoch weitgehend unbekannt, dass die entsprechenden DIN-Werkstoffe längst nicht mehr erschmolzen werden und dass die Umstellung von DIN-Werkstoffbezeichnungen auf europäische bzw. internationale Werkstoffnormen in vielen Fällen eine Änderung der Werkstoff- und Verarbeitungseigenschaften zur Folge hatte.
Eine ungültige Werkstoffbezeichnung kann im Hinblick auf die Beschaffung oder die Teilefertigung auf dem Weltmarkt nicht nur zu fehlerhaften Lieferungen führen, eine Werkstoffverwechselung kann im Schadensfall auch hohe Kosten verursachen. Daher ist es wichtig, dass alle am Entstehungsprozess eines technischen Produktes Beteiligten, vom Einkauf über die Konstruktion und Fertigung bis zum Vertrieb, mit den europäischen bzw. internationalen Werkstoffbezeichnungen vertraut sind.
Die Lerninhalte werden anhand einer Vielzahl praxisorientierter Übungsbeispiele vertieft.
Sie lernen in diesem Seminar:
- die Entschlüsselung und Interpretation der europäischen und internationalen Werkstoffbezeichnungen für Stähle, Gusseisenwerkstoffe und Nichteisenmetalle,
- die wesentlichen Unterschiede zwischen DIN-Werkstoffen und europäisch bzw. international genormten Werkstoffen,
- die Werkstoffbezeichnungen im Hinblick auf die Verarbeitungseigenschaften zu interpretieren,
- verfügbare Techniken sowie Vorgehensweisen bei der betrieblichen Umstellung von DIN-Normen auf europäische bzw. internationale Werkstoffbezeichnungen kennen,
- Werkstoffverwechselungen sicher vermeiden,
- den Aufbau des US-amerikanischen Bezeichnungssystems für Stähle nach SAE/AISI und ASTM sowie des internationalen Werkstoffnummernsystems (Unified Numbering System - UNS),
- sinnvolle Literatur sowie Datenbanken zur betrieblichen Umstellung der Werkstoffbezeichnungen kennen.
Programm
Europäische und internationale Werkstoffnormung
- Übersicht und Grundsätzliches zur europäischen und internationalen Normung
- Internationale Vergleichbarketi der Werkstoffbezeichnungen
- Entwicklung einer einheitlichen europäischen Werkstoffnormung
Stahlnormung
- Stahlnormung durch Kurznamen (DIN EN 10027-1)
- Werkstoffnummernsystem für Stähle (DIN EN 10027-2)
- Normung von Stahlguss (DIN EN 10027-1)
- Bezeichnungssysteme für Stähle nach amerikanischen Normen (SAE/AISI bzw. ASTM) und internationales Werkstoffnummernsystem (UNS)
Normung von Gusseisenwerkstoffen (DIN EN 1560)
Normung von Aluminiumwerkstoffen
- Aluminium-Knetwerkstoffe
- Numerisches Bezeichnungssystem (DIN EN 573-1)
- Bezeichnungssystem mit chemischen Symbolen (DIN EN 573-2)
- Kennzeichnung und Interpretation des Werkstoffzustandes (DIN EN 515)
- Aluminium-Gusswerkstoffe
- Numerisches Bezeichnungssystem (DIN EN 1780-1)
- Bezeichnungssystem mit chemischen Symbolen (DIN EN 1780-2)
Normung von Kupferwerkstoffen
- Numerisches Bezeichnungssystem (DIN EN 1412)
- Bezeichnungssystem mit chemischen Symbolen (ISO 1190-1)
- Kennzeichnung des Werkstoffzustandes (DIN EN 1780-1)
- Kennzeichnung mit chemischen Symbolen (DIN EN 1780-2)
Normung von Magnesiumwerkstoffen
- Bezeichnungssystem nach DIN EN 1754
- Bezeichnungssystem nach ASTM B275
Normung von Titanwerkstoffen
- Bezeichnung nach DIN 17850 und DIN 17851
- Bezeichnungssystem nach ASTM B265
Normung von Kunststoffen (auf Wunsch)
- Basispolymere nach DIN EN ISO 1043-1
- Füll- und Verstärkungsstoffe (DIN EN ISO 1043-1) sowie ausgewählte Formmassen
Überblick und Problematik zur internationalen Werkstoffnormung
Übungsbeispiele und Abschlussdiskussion
Weitere Informationen:
- 10% Rabatt für den zweiten und jeden weiteren Teilnehmer aus demselben Unternehmen.
- Seminar kann auch als Inhouse-Schulung durchgeführt werden.
Leitung: Prof. Dr.-Ing. Volker Läpple
